Bevölkerungsschutz

Aufgabengebiet der Feuerwehr Göppingen

Bevölkerungsschutz: Ausblick auf kommende Herausforderungen

Durch die Umstrukturierung der Stadtverwaltung Ende 2024, ist der Bereich „Bevölkerungsschutz“ seit Anfang 2025 im Aufgabenbereich der Feuerwehr beheimatet. Im Bereich Bevölkerungsschutz stehen wir vor bedeutenden Herausforderungen, die eine vorausschauende Planung und effektive Maßnahmen erfordern.
Ein zentrales Anliegen ist die Planung, der Bau und die Ausstattung eines modernen Lagers für den Bevölkerungsschutz.
Dieses Lager wird dem Bevölkerungsschutz und der Feuerwehr für die Bevorratung von Material, Gerätschaften und Fahrzeugen für Krisenfälle dienen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Stärkung der Resilienz in der Bevölkerung.

Angesichts der zunehmenden Wahrscheinlichkeit von Stromausfällen, Hochwasser und Starkregen ist es unerlässlich, die Bürgerinnen und Bürger über Selbstversorgung
und Krisenbewältigung zu informieren.  Informationsweitergabe und Broschüren werden dazu beitragen, das Bewusstsein für diese Themen zu schärfen und praktische Fähigkeiten zu vermitteln.

Zudem ist die Strukturierung und Organisation von Spontanhelfern von immer größerer Bedeutung.
In Notlagen können viele Menschen helfen wollen, doch eine koordinierte Herangehensweise ist entscheidend, um die Effizienz und Sicherheit der Einsätze und der Helfenden zu gewährleisten.

Nur Gemeinsam „Bürger – Stadt – Feuerwehr“ können wir die Herausforderungen und Aufgaben des Bevölkerungsschutzes meistern und eine resiliente Gesellschaft schaffen, die auf Krisen vorbereitet ist.

Aufgaben:

  • Bevorratung von Material, Gerätschaften und Fahrzeugen
  • Informationsweitergabe und Broschüren
  • Strukturierung und Organisation von Spontanhelfern

Informationsreihe zur Sensibilisierung der Bevölkerung

Die Informationsreihe soll zur Selbsthilfe der Bevölkerung beitragen und diverse Möglichkeiten aufzeigen, wie man sich für dementsprechende Extremsituationen vorbereitet und im Krisenfall verhalten soll.

Zu den Themen gehören unter anderem:

  • Hochwasser
  • Sturzfluten / Starkregenereignisse
  • Stromausfall
  • Waldbrand
  • Notfallvorsorge
  • Bundesweiter Warntag

Quelle: Startseite - BBK

Empfehlungen bei Hochwasser

Für Menschen, die in der Nähe von größeren Gewässern wohnen, ist Hochwasser kein besonderer Anblick. Kleinere Hochwasser gibt es regelmäßig, beispielsweise zur Schneeschmelze nach dem Winter. Auch Starkregenereignisse nehmen allerorts zu.

Generell gilt:
Achten Sie auf die Informationen Ihrer lokalen Gefahrenabwehrbehörden und unterstützen Sie die Einsatzkräfte vor Ort, indem Sie deren Anweisungen umsetzen und sich von gefährdeten oder bereits abgeriegelten Gebieten fernhalten. Außerdem gibt es verschiedene Maßnahmen, die Sie vor, während und nach einem Hochwasser umsetzen können, um sich und andere zu schützen.

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Empfehlungen bei Sturzfluten (Starkregen)

Wie entstehen Starkregen und Sturzfluten?
Als Starkregen bezeichnet man Niederschläge von mehr als 25 Millimeter pro Stunde oder mehr als 35 Millimeter in sechs Stunden. Starkregen entsteht häufig beim Abregnen massiver Gewitterwolken. Sturzfluten entstehen meist infolge von Starkregen, wenn das Wasser nicht schnell genug im Erdreich versickern oder über ein Kanalsystem abgeführt werden kann. Es bilden sich schlagartig oberirdische Wasserstraßen bis hin zu ganzen Seen.

Mögliche Gefahren
Sturzfluten können überall in Deutschland auftreten, unabhängig davon, ob Bäche oder andere fließende Gewässer in der Nähe sind. Schon leichte Hanglagen begünstigen das Zuströmen von Wassermassen auf Gebäude. In Mulden und Unterführungen kann sich der Niederschlag bei wolkenbruchartigen Regenfällen sammeln und der Wasserstand schnell ansteigen. Auch kann es zu einem Rückstau im Kanalsystem kommen, der ebenfalls zu Überschwemmungen führen kann. Die Entwässerungskanäle sind oftmals nicht für Sturzfluten ausgelegt, daher können die Regenmassen nur zum Teil über das Kanalsystem abgeführt werden. Der andere, oft erhebliche Teil der Regenmassen, bahnt sich oberirdisch in meist unkontrollierter Weise seinen Weg über Straßen und Grundstücke. Dies führt zu Schäden an und in Bauwerken, sofern keine ausreichenden Schutzvorkehrungen bestehen.

Bin ich betroffen?
Ein Risiko besteht, wenn sich ein Gebäude im Bereich einer Hanglage, in einer Mulde oder einem Straßenzug befindet, in dem sich Sturzfluten infolge von Starkregenereignissen ausbreiten können sowie bei Gefahr von Wassereintritt in das Gebäude durch Rückstau im Kanalsystem. Einen vollständigen Schutz von Bauwerken gegen jedwedes Schadensereignis kann es natürlich nicht geben. Es lässt sich jedoch in vielen Fällen mit einem vertretbaren Aufwand ein höheres Schutzniveau und damit eine höhere Sicherheit erreichen. Die folgenden Empfehlungen stellen dazu nur eine Auswahl möglicher Schutzmaßnahmen dar.

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Stromausfall

Sind Sie sich bewusst, wie abhängig wir von Strom sind? Was passiert, wenn der Strom länger ausfällt? Das Telefon ist tot, die Heizung springt nicht an, Leitungswasser fehlt, der Computer streikt, die Kaffeemaschine bleibt aus, das Licht ist weg.
Die Aufzählung können Sie beliebig erweitern. Schnell merken Sie, wie abhängig Sie von elektrischer Energie sind. In der Regel werden Stromausfälle in wenigen Stunden behoben. Aber es kann in Notsituationen durchaus auch einmal Tage dauern, bis der Strom wieder verfügbar ist. Beispielsweise wenn Stromleitungen bei einem Unwetter oder starken Schneefällen beschädigt wurden.

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Waldbrand

Die Waldbrandgefahr steigt.

Über 90 Prozent aller Waldbrände sind auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen. Der fahrlässige Umgang mit offenem Feuer ist die häufigste Ursache. Beachten Sie daher unbedingt die in diesem Flyer beschriebenen Verhaltensregeln im Wald und in der Natur.

In Deutschland entstehen im Mittel jährlich über 1000 Waldbrände, wobei eine Fläche von etwa 800 Hektar Wald abbrennt. Aufgrund der rasant voranschreitenden Klimakrise steigt das Risiko für Waldbrand in Deutschland. Im Zuge längerer Trockenperioden trocknet der Wald im Frühjahr und im Sommer immer stärker aus. Das macht ihn nicht nur anfälliger für Waldbrände, sondern auch für Borkenkäfer und Krankheiten.

Nicht alle Wälder sind gleich stark durch Waldbrand gefährdet. Wälder, die überwiegend aus Nadelbäumen bestehen, bspw. Kiefer und Fichte, brennen wesentlich häufiger als laubbaumgeprägte Wälder.

Die zuständigen Forstbehörden passen den Wald an die neuen Gefahren und sich verändernde klimatischen Bedingungen an. Der Wald soll sich zu einem widerstandsfähigen Mischwald mit vielen verschiedenen Baumarten entwickeln.

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Für den Notfall vorsorgen

Wenn ein Notfall erst eingetreten ist, ist es für Vorsorgemaßnahmen meist zu spät.

Katastrophen gehören zum Leben. Fast täglich können wir über Katastrophen und größere Schadensereignisse in den vielfältigen Medien lesen und nehmen die Bilder von Zerstörung und Leid wahr. Dabei gibt es nicht nur die großen Katastrophen, die ganze Landstriche für lange Zeit betreffen.

Ein örtlicher Starkregen, ein schwerer Sturm, in der Folge ein Stromausfall oder ein Hausbrand können für jedes Individuum, jede Familie eine ganz persönliche Katastrophe auslösen, die es zu bewältigen gilt. Nehmen Sie sich die Zeit, über Ihre persönliche Notfallplanung nachzudenken.

Wenn es brennt, müssen Sie sofort reagieren. Wenn Sie und Ihre Familie evakuiert werden müssen, können Sie nicht erst beginnen, Ihr Notgepäck zu packen. Wenn der Strom für Tage ausfällt, sollten Sie einen Notvorrat im Haus haben.

Denken Sie über Ihre Persönliche Notfallvorsorge nach!

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Bundesweiter Warntag

Bundesweiter Warntag am 11. September 2025 – Gemeinsam für mehr Sicherheit

Am 11. September 2025 findet der bundesweite Warntag statt – ein wichtiger Test für unsere Warninfrastruktur und ein gemeinsames Signal für mehr Sicherheit in Deutschland. Ziel dieses Aktionstages ist es, die Bevölkerung für das Thema Katastrophen- und Notfallwarnung zu sensibilisieren und die Funktionsfähigkeit unserer Warnmittel zu überprüfen.

Was passiert am Warntag?
An diesem Tag werden verschiedene Warnmittel wie Sirenen, Warn-Apps, Radio- und Fernsehsender sowie digitale Meldewege getestet. Die Bevölkerung wird gebeten, die Warnsignale wahrzunehmen und sich mit den verschiedenen Warnmöglichkeiten vertraut zu machen. Es handelt sich um einen reinen Test, bei dem keine Gefahr besteht.

Warum ist der Warntag wichtig?
Der Warntag ist eine Gelegenheit, die eigene Vorsorge zu überprüfen und im Ernstfall schnell und richtig reagieren zu können. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) betont: „Nur wer die Warnsignale kennt und weiß, was zu tun ist, kann im Notfall Leben retten.“

Was können Sie tun?

  • Bleiben Sie am 11. September aufmerksam und hören Sie auf die Durchsagen.
  • Informieren Sie sich im Vorfeld über die verschiedenen Warnmittel, z.B. die Warn-App NINA oder die Warn-App der Landesbehörden.
  • Überprüfen Sie Ihre Notfallvorsorge und erstellen Sie einen individuellen Notfallplan für sich und Ihre Familie.

Gemeinsam können wir unsere Gesellschaft widerstandsfähiger machen. Der Warntag ist ein wichtiger Schritt, um im Ernstfall vorbereitet zu sein.


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