Im Jahr 2025 wurden insgesamt 65.445 Einsätze disponiert. Besonders hervorzuheben ist die reibungslose Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Rettungsorganisationen und die fortschreitende Digitalisierung der Leitstelle, die den Disponenten noch präzisere und schnellere Entscheidungsgrundlagen bietet.
Die Integrierte Leitstelle Göppingen wird vom DRK Kreisverband Göppingen e.V. und der Stadt Göppingen in der Feuerwache Göppingen betrieben. Träger der Feuerwehrleitstelle ist der Landkreis Göppingen, er hat den Betrieb bereits 1978 der Stadt Göppingen übertragen. Das Deutsche Rote Kreuz ist Träger der Rettungsleitstelle im Landkreis. Mit der Umwandlung im Jahr 2006 in eine Integrierte Leitstelle ergibt sich eine gemeinsame Trägerschaft von Landkreis und DRK.
Aufgaben der Integrierten Leitstelle:
Die Integrierte Leitstelle ist Schaltzentrale und Alarmierungsstelle für Notrufe unter der Rufnummer 112. Sie alarmiert die Feuerwehr sowie den Rettungsdienst. Sie ist zugleich für Krankentransportdisposition im Rettungsdienst verantwortlich und unter der Rufnummer 19222 erreichbar.
DRK und Feuerwehr steuern ca. 40.000 Einsatzvorfälle im Jahr. Alle Mitarbeiter der Leitstelle sind speziell für den Bereich der Notfallmedizin, der Feuerwehr, der Leitstellentechnik und der Einsatztaktik ausgebildet.
Für weitere Anliegen erreichen Sie die Integrierte Leitstelle Göppingen unter: 07161/918340
Damit die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle schnell geeignete Einsatzkräfte alarmieren können, müssen Sie als Anrufer wichtige Informationen durchgeben. Dafür gibt es die 4 "W"-Fragen:
- Wo genau ist der Notfallort?
- Was ist passiert?
- Wer ruft an oder welcher Name steht an der Türe?
- Warten! Bitte nicht auflegen - wir haben ggf. noch Rückfragen oder geben wichtige Hinweise und Hilfestellungen!
Die vier W Fragen geben den Disponenten wichtige Informationen zum Auffinden des Notfallortes und über das stattgefundene Notfallereignis. Es ist kein Problem, wenn Sie in einer Notruf-Situation die vier W-Fragen nicht parat haben - die Disponenten sind in der Notrufabfrage geschult und helfen gerne weiter!
Aktuelle Einsatzzahlen
Einführung des 24-Stunden-Dienstes in der Integrierten Leitstelle Göppingen
Zum 31. Dezember 2025 wurde an Wochenenden sowie an Feiertagen und Brückentagen der 24-Stunden-Dienst eingeführt, um die Leitstelle personell durchgehend vor Ort zu besetzen.
Zwei Disponenten decken den Dienst ab, indem sie sich im 6-Stunden-Takt am Einsatzleitplatz ablösen, während außerhalb dieser Zeiträume Bereitschaftsdienst von der Leitstelle aus besteht
Neues Logo
Im Jahr 2025 wurde für die Integrierte Leitstelle Göppingen ein neues Logo eingeführt. Mit diesem Schritt wurde das äußere Erscheinungsbild der
Leitstelle bewusst modernisiert.
Das neue Logo steht für eine zeitgemäße, leistungsfähige und verlässliche Leitstelle, die rund um die Uhr als zentrale Schnittstelle zwischen Bevölkerung, Einsatzkräften und Hilfsorganisationen fungiert. In Gestaltung und Farbgebung greift es die Nähe zur Feuerwehr Göppingen, dem Deutschen Roten Kreuz und des Landkreises Göppingen auf, setzt jedoch zugleich eigenständige
Akzente, die die besondere Rolle der Integrierten Leitstelle innerhalb der kommunalen Gefahrenabwehr unterstreichen. Ziel der Neugestaltung war es, eine klare visuelle Identität zu schaffen, die sowohl intern als auch extern Wiedererkennung bietet. Das Logo findet schrittweise Anwendung in digitalen Systemen, Präsentationen, Veröffentlichungen sowie auf ausgewählten Kommunikationsmitteln und trägt damit zu einem einheitlichen und professionellen Gesamtauftritt bei.
Mit dem neuen Logo wird sichtbar, wofür die Integrierte Leitstelle Göppingen steht: schnelle Hilfe, hohe Professionalität und enge Zusammenarbeit aller Beteiligten – als unverzichtbarer Bestandteil eines leistungsfähigen Feuerwehr-; Rettungsdienst,- und Bevölkerungsschutzsystems.
Neue Farbe der Dienstkleidung
Mit der Einführung des neuen Logos der Integrierte Leitstelle Göppingen geht auch ein bewusster Wechsel in der Grundfarbe der Dienstkleidung einher. Die bisherige
Farbgebung in Weinrot wird sukzessive durch Navy blau ersetzt. Die neue Farbwahl unterstreicht den modernen, klaren und professionellen Anspruch der Leitstelle und orientiert
sich stärker an zeitgemäßen Erscheinungsbildern im Bereich der Gefahrenabwehr. Navyblau steht dabei für Seriosität, Verlässlichkeit und Ruhe – Eigenschaften, die insbesondere im Arbeitsumfeld einer Integrierten Leitstelle von zentraler Bedeutung sind.
Gleichzeitig schafft die neue Farbgebung eine klare visuelle Abgrenzung und stärkt die eigenständige Identität der Leitstelle, ohne die enge Verbundenheit zur Feuerwehr und den übrigen Organisationen im Bevölkerungsschutz zu verlieren. Der Farbwechsel ist damit ein weiterer sichtbarer Baustein der strategischen und organisatorischen Weiterentwicklung der Integrierten Leitstelle Göppingen.
Neuer Lehrraum für neue Leitstellenausbildung
Mit der Einführung der neuen Leitstellenausbildung in Baden-Württemberg sind auch für die Integrierte Leitstelle Göppingen neue Anforderungen verbunden. Als Betreiber der Integrierten Leitstelle Göppingen war es daher erforderlich, die notwendigen räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen für die Ausbildung zu schaffen.
Um die künftige Qualifizierung von Leitstellenpersonal zeitgemäß und praxisnah sicherstellen zu können, wurde ein eigener Lehrraum eingerichtet. Dieser dient künftig als zentraler Ort für Schulungen, Unterrichte und Fortbildungsmaßnahmen im Bereich der Leitstelle. Ziel ist es, die neuen Ausbildungsinhalte strukturiert zu vermitteln und gleichzeitig eine möglichst realitätsnahe Lernumgebung zu bieten.
Die Einrichtung des Lehrraums ist ein wichtiger Schritt, um den gestiegenen Anforderungen an die Ausbildung im Leitstellenwesen gerecht zu werden. Gerade im Bereich der Notrufabfrage, der Einsatzbearbeitung und der Zusammenarbeit mit den beteiligten Organisationen kommt einer fundierten und modernen Ausbildung eine besondere Bedeutung zu.
Mit der Schaffung dieser Infrastruktur investiert die Feuerwehr Göppingen, der Landkreis Göppingen und das DRK GP gezielt in die Zukunft der Integrierten Leitstelle und in die Qualität der Gefahrenabwehr im Landkreis Göppingen.
Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leitstelle auch künftig bestmöglich auf ihre verantwortungsvollen Aufgaben vorbereitet werden
Technische Fortschritte
Fünf Jahre nach der Renovierung der Leitstelle konnten im Jahr 2025 die letzten größeren noch offenen Punkte erfolgreich abgeschlossen werden. Dazu gehörte unter anderem die Ausstattung der sogenannten Ausnahme-Abfrage-Plätze. Diese Arbeitsplätze sind mit Kommunikationssystemen ausgestattet und können in Großschadenslagen
zusätzlich zu den regulären Einsatzleitplätzen durch Disponenten und Notrufsachbearbeiter besetzt werden.
Darüber hinaus wurde das Einsatzleitsystem auf den aktuellen Softwarestand gebracht und um eine softwaregestützte Notrufabfrage erweitert. Diese Neuerung unterstützt die strukturierte und sichere Bearbeitung von Notrufen. Als vorbereitende Maßnahme für kommende Entwicklungen wurden bereits die technischen Voraussetzungen für die Digitale Alarmierung in den Räumlichkeiten der Leitstelle eingebaut und an die bestehenden Systeme angeschlossen. Damit sind wir gut aufgestellt, um im kommenden Jahr einen
Probebetrieb der Digitalen Alarmierung aufzunehmen.
Neuerungen und Fortbildung
Im Bereich der Feuerwehr wurde im ersten Quartal der neue Stichwortkatalog des Landkreises eingeführt. Dieser wurde technisch vorbereitet und anschließend in enger Zusammenarbeit mit allen Feuerwehren flächendeckend in deren Alarm- und Ausrückeordnungen umgesetzt. Eine derart umfangreiche Anpassung des Stichwortkatalogs macht auch entsprechende Schulungen erforderlich. Diese wurden durch unsere Mentoren vorbereitet und in zwei Schulungsterminen erfolgreich an die Disponenten vermittelt.
Im Bereich des Rettungsdienstes stand zu Beginn des Jahres die technische Umsetzung des überarbeiteten MANV-Konzepts des Landkreises im Fokus.
Ansprechpartner
Sven Wirth
Leitstellenleiter
Leitung der Integrierten Leitstelle für den Bereich Feuerwehr
- Verantwortlich für Personalplanung, Budget und die strategische Ausrichtung sowie Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und den Hilfsorganisationen
Lagedienstführer
- Trägt die Gesamtverantwortung für die Schicht, koordiniert Großereignisse und ist Ansprechpartner für Behörden - insbesondere den Feuerwehren