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Großbrand in Reihenhauskomplex – Gute Zusammenarbeit und außergewöhnliche Solidarität

Großbrand in Reihenhauskomplex – Gute Zusammenarbeit und außergewöhnliche Solidarität

Am Dienstagvormittag, den 04.08.26, wurde die Feuerwehr Göppingen gegen 9:30 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Brand 3“ Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr in der Pearl-S.-Buck-Straße im Göppinger Bürgerhölzle alarmiert. Bereits während der Anfahrt war eine meterhohe Rauchsäule sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte sich das Feuer auf alle fünf Einheiten eines zusammenhängenden Reihenhauskomplexes ausgebreitet. Mindestens eine Wohneinheit sowie nahezu die gesamte Südfassade standen im Vollbrand.

Alle Bewohner, die sich zum Zeitpunkt des Brandes in den Gebäuden aufhielten, konnten diese selbstständig verlassen und sich in Sicherheit bringen. Zudem wurden zwei Hunde aus einem benachbarten Wohnkomplex vor dem Rauch gerettet. Aufgrund der engen Bebauung und der starken Brandausbreitung bestand eine akute Gefahr für weitere angrenzende Wohngebäude.

Zu Beginn konzentrierte sich die Feuerwehr auf den Schutz der umliegenden Bebauung durch intensive Brandbekämpfung an der Fassade sowie eine Innenbrandbekämpfung in der hauptsächlich betroffenen Wohneinheit. Im weiteren Verlauf wurde die Einsatzstelle in zwei Abschnitte gegliedert: 1. Abschnitt widmete sich der Außenbrandbekämpfung an der Fassade und im Gartenbereich, der 2. Abschnitt der Innenbrandbekämpfung und dem Öffnen der Dachhaut.

Die 5 betroffenen Reihenhäuser wurden durch das Feuer schwer beschädigt und sind derzeit nicht mehr bewohnbar. Die Brandursache wird von den zuständigen Polizeibehörden ermittelt. Aufgrund von Hitzeerschöpfung mussten 3 Feuerwehrangehörige kurzzeitig rettungsdienstlich behandelt werden.

OB Maier traf unmittelbar in der Anfangsphase am Einsatzort ein, um sich einen Überblick zu verschaffen und den Betroffenen die Unterstützung der Stadt Göppingen zuzusichern.

Im Einsatz waren etwa 60 Feuerwehrangehörige mit 14 Fahrzeugen aus den Löschzügen Innenstadt und Holzheim. Zur Unterstützung wurden zusätzlich die Feuerwehr Eislingen mit einer zweiten Drehleiter, der LZ Faurndau, der Abrollbehälter Atemschutz, die Verpflegungseinheit des LZ Bartenbach sowie der LZ Jebenhausen für das Technische Hilfswerk hinzugezogen.

Das THW Göppingen unterstützte bei der Beurteilung und Sicherung des Gebäudekomplexes. Beschädigte Gebäudeöffnungen wurden verschlossen, um unbefugten Zutritt zu verhindern und einen vorläufigen Wetterschutz herzustellen.

Der Rettungsdienst war mit einem Notarzt, einem Rettungswagen, einer Schnelleinsatzgruppe Betreuung sowie der Psychosozialen Notfallversorgung vor Ort.

Außergewöhnliche Solidarität und gute Zusammenarbeit

Die Feuerwehr Göppingen möchte die durchweg, ruhige und kooperative Zusammenarbeit mit allen Einsatzkräften der Hilfsorganisationen hervorheben,  sowie ausdrücklich den Nachbarinnen und Nachbarn der betroffenen Wohneinheiten. Trotz der belastenden und emotional herausfordernden Situation begegneten diese den Einsatzkräften jederzeit verständnisvoll und hilfsbereit.

Besondere Unterstützung erfuhren die Einsatzkräfte durch die umliegenden Anwohnerinnen und Anwohner, die über viele Stunden hinweg Snacks, kalte Getränke, Eis und Sitzmöglichkeiten bereitstellten. Darüber hinaus organisierte ein örtlicher Pizza-Lieferservice gemeinsam mit den Bewohnern die Spende von Pizza für die Einsatzkräfte. Diese spontane und großzügige Hilfe war angesichts der hohen Temperaturen und der körperlich anspruchsvollen Arbeiten eine wertvolle Unterstützung und wurde von allen Beteiligten mit großer Dankbarkeit angenommen.

Dank an alle beteiligten Organisationen

Die Feuerwehr Göppingen bedankt sich herzlich bei der Feuerwehr Eislingen für die Unterstützung mit einer zweiten Drehleiter, bei der Polizei, dem DRK Göppingen, dem THW Göppingen sowie bei der Energieversorgung Filstal (EVF) für die professionelle, verlässliche und kameradschaftliche Zusammenarbeit.

Ebenso gilt der Dank allen eingesetzten Feuerwehrangehörigen, die unter den extremen Wetterbedingungen maßgeblich zur Bewältigung dieses langwierigen und belastenden Einsatzes beigetragen haben.

Dieser Einsatz hat erneut gezeigt, wie bedeutend eine enge Kooperation zwischen Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Behörden und Bevölkerung ist, um auch in Ausnahmesituationen gemeinsam effektiv handeln zu können.

 

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